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E-Törn, zwei Wochen ab Korfu:

ab Korfu-Paxos-Lefkas-Ithaka-Kefallonia-Zakynthos-Kefallonia West-Lefkas-Paxos-Korfu
Ein sehr anspruchsvoller Segeltörn für Leute die viel Segeln möchten. Mit längeren Tagesetappen!

Dieser Törn ist als Törnvorschlag zu verstehen. Wer etwas anderes sehen möchte, an besonders schönen Orten länger verweilen will oder manche Punkte lieber überspringen möchte, ist mit seinen Vorschlägen herzlich willkommen. -Ich stehe jederzeit bei Fragen oder für eine Beratung zur Verfügung! Skipper Andreas

1. Tag (Samstag) : Korfu

Ankunft in der Marina Gouvia, Beziehen der Kabinen, erstes Vertrautmachen mit dem Boot. Anschließend empfiehlt es sich, den ersten größeren Einkauf zu tätigen, denn der Supermarkt gegenüber der Marina hat ein unglaubliches Sortiment, ist günstig und hat lange geöffnet. Je nach Tageszeit und Stimmung der Crew können wir auslaufen und in der Badebucht vor der Marina übernachten oder den Abend gemütlich an Bord in der Marina ausklingen lassen. Für ein erstes Kennenlernen bietet sich auch ein Abendessen beim "Zorbas" im Restaurant an.
2. Tag (Sonntag) : Insel Paxos

Nach dem Ablegen in Korfu/Gouvia Marina und einer vorherigen ausführlichen Sicherheitseinweisung geht es zur Insel Paxos und in den Hafen von Lakka. Bei der Einfahrt eröffnet sich uns eine der schönsten, blaugrünen Lagunen des Ionischen Meeres. Vor dem eigentlichen Hafen bietet die Bucht Ankerplatz für zahlreiche Boote, und auch wir werden einen Ankerplatz in dieser herrlichen, geschützten Bucht vorziehen. Der Spätnachmittag wird mit Schwimmen, Schnorcheln und Faulenzen verbracht. Wer mag, kann (und sollte!) den Ort Lakka besuchen, ein stimmungsvolles Dorf, das alles bietet, was man sich an essbaren Köstlichkeiten und Besonderheiten wünscht. Belebte Kneipenszene, Cafes und Shops, aber auch Gelegenheit zum Einkaufen. Essen gehen oder kochen an Bord je nach Wunsch, wir verbringen die Nacht vor Anker in der Bucht und genießen die unglaubliche Stimmung und Ruhe mit gleichgesinnten Ankerliegern.
(Ein Tipp: Es gibt einen sehr guten Metzger in Lakka. Leckeres Fleisch kaufen und zum Sonnenuntergang Barbeque an Bord)
Der Ort Lakka auf Paxos mit einer der schönsten Buchten des Ionischen Meeres.
3. Tag (Montag) : Insel Lefkas und Lefkas City

Weiter geht`s zur Insel Lefkas. Es empfiehlt sich, früh morgens zu starten, denn es liegen ca. 5-6 Stunden Segeln an. Lefkas ist eigentlich eine Halbinsel. Um aber den Inselstatus und damit die Selbständigkeit zu erhalten, gilt eine Schwenkbrücke, die Lefkas mit dem Festland verbindet, als eingetragene Fähre. Diese Brücke öffnet sich stündlich. Meist sammeln sich zahlreiche Segelboote kurz vorher auf beiden Seiten. Die Durchfahrt ist immer wieder spannend, zum einen, weil man nie so genau weiß, ob alle die Vorfahrtsregeln kennen. Zum anderen kann es sein, dass (wie auf dem Foto) nur ein Teil der Brücke geöffnet wird und sich so eine sehr enge und niedrige Lücke zum Durchfahren ergibt.

Nach der Durchfahrt legen wir im sehr belebten Stadthafen an oder ankern im Hafenbecken. Lefkas hat eine tolle Fußgängerzone mit modernen Läden und Cafès. Die Innenstadt besteht aus alten und neuen Teilen und hat somit ein besonderes Flair. Wer auf Romantik steht, sollte sich die Brautkleider in einem Brautmodengeschäft in der Fußgängerzone ansehen...

Die Brücke, nein sorry Fähre von Lefkas...dahinter beginnt der Kanal.
Der Stadthafen von Lefkas City.
Nahe Lefkas: ein Pelikan im Flug, fotografiert von Siegfried B. - Danke Siegfried!
Bade- und Ankerbucht nahe Frikes auf der Odysseus-Insel Ithaka.
4. Tag (Dienstag) : Insel Ithaka, Kioni

Der nächste Schlag führt uns durch den Kanal von Lefkas hindurch, vorbei an der Onassis-Insel Skorpios und bis zu der Insel im Ionischen Meer, die nach Meinung vieler Wissenschaftler als Heimat von Odysseus gilt: Ithaka. Wir legen in Kioni an, was nicht ganz einfach ist, denn es sind nur wenige Liegeplätze vorhanden. Bei den Ausweichliegeplätzen muss man häufig mit Landleinen hantieren, die dann auch schon mal quer über die Leinen anderer Schiffe ausgebracht werden müssen. Bislang haben wir aber noch immer einen Platz gefunden. In Kioni kann man an Bord bleiben und sich die faszinierenden Farben der Häuserfassade des Ortes ansehen. Es lohnt aber, das Schiff zu verlassen und eine kleineWanderung zu den Wahrzeichen von Kioni, drei restaurierten Windmühlen, zu unternehmen. Die Aussicht von dort ist spektakulär, die alten Windmühlen sind beeindruckend.
Die BLUE LAGOON mit Landleinen in Kioni. Am Ankunftstag gab es keinen freien Platz mehr an der Kaimauer im Hintergrund...
5. Tag (Mittwoch) : Insel Zakynthos, Agios Nikolaos

Von Ithaka segeln wir weiter nach Zakynthos. Agios Nikolaos ganz im Norden der Insel ist eigentlich ziemlich langweilig, die Restaurants und Tavernas sind nett, aber nicht überdurchschnittlich. Wir legen hier an, um am nächsten Tag gleich morgens zur berühmten "Wreck Bay" im Nord-Osten von Zakynthos zu fahren. Ab nachmittags steht nämlich erfahrungsgemäß häufig der Wind in der Bucht und bringt Wellen herein, was das Liegen dort sehr ungemütlich macht.

Auf dem Weg dorthin können wir bei gutem Wetter noch einen Zwischenstopp machen und mit dem Dinghi zwischen den hoch ragenden Felsen in geheimnisvolle Grotten hinein fahren. Das Licht, das Wasser und die Farben sind unglaublich. Im Sommer 2009 haben wir dort sogar einen Seelöwen gesehen, als wir aus einer Grotte heraus kamen. Wie ein in der Grotte geschossenes Foto zeigt, hat uns das Tier wohl auch schon in der Grotte unter Wasser begleitet.

Die BLUE LAGOON im Hafen von Agios Nikolaos. Keine Angst, die Fähre parkt weiter rechts...
Viele verschiedene Höhlen gibt es nahe Agios Nikolaos zu erkunden. Auf dem rechten Bild sieht man vielleicht einen Seelöwen? -Auf jeden Fall hat uns draussen vor der Höhle dann ein Seelöwe 5-6 Meter vom Dinghi entfernt überrascht...
6. Tag (Donnerstag) : Insel Zakynthos, Wreck Bay
Die Wreck Bay - traumhaft schön mit glasklarem Wasser, weißem Sandstrand und dem berühmten angespülten Schiffswrack. Das ist allerdings mittlerweile eine Touristenattraktion geworden und meist von vielen Menchen mit Fotoapparaten umlagert. Angeblich soll es nun auch vor dem endgültigen Verfall gerettet werden, damit weiter viele Touris nach Zakynthos kommen. Wir aber bleiben mit dem Segelboot von all diesen Besucherströmen unabängig, können baden oder und in dem türkisfarbenen Wasser schnorcheln.

Am Nachmittag müssen wir uns dann auf den Weg machen nach Keri, um dort zu übernachten, denn, wie gesagt, in der Wreck Bay kann es abends wegen Wind und Wellen ungemütlich werden.

7. Tag (Freitag) : Insel Zakynthos, Keri, Schildkrötenbucht

Unsere Ankerbucht für die Nacht liegt vor dem Ort Keri. Die kilometerweite Bucht wird auch "Schildkrötenbucht" genannt, weil hier an den Stränden die seltenen Carretta-Schildkröten ihre Eier ablegen, eine von drei Meeresschildkrötenarten, die es noch gibt. Die meisten Gelege gibt es auf der in der Bucht gelagerten Insel Marathonisi, die mit etwas Fantasie von weitem sogar aussieht wie eine Schildkröte. Die Insel darf auch betreten werden, man wird dort allerdings streng beobachtet und darf vorgeschriebene Wege nicht verlassen.
8. Tag (Samstag) : Insel Zakynthos, Zakynthos City

Das wird ein Stadtbummel-Tag. Mit einem kurzen Schlag fahren wir von Keri aus auf die Ostseite der Insel bis Zakynthos. In der Hauptstadt der Insel ist es lebhaft und es gibt viel zu gucken - ein Bummel-Tag eben.
9. Tag (Sonntag) : Insel Kefallonia, Argostoli

Ein langer Segeltag liegt vor uns von Zakynthos bis zur Insel Kefallonia. Kefallonia ist die größte Insel im Ionischen Meer. Wie legen in der Hauptstadt Argostoli an. Falls kein Platz mehr an der Kaimauer ist, können wir hier problemlos ankern, die Bucht bzw. das Hafenbecken sind geschützt, es wird also sicher eine ruhige Nacht.
10. Tag (Montag) : Insel Kefallonia, Assos

Assos liegt auf der Westseite von Kefallonia und ist einfach wunderschön. Der Ort wurde 1953 wie fast die ganze Insel von einem Erdbeben zerstört. Angeblich finanzierte die Stadt Paris den Wiederaufbau der zerstörten Häuser, warum gerade Paris, haben wir leider bis jetzt nicht heraus bekommen. Heute sind im Ort krasse Gegensätz zu sehen: viele Häuser sind regelrecht herausgeputzt, andere wiederum verfallen und stehen kurz vor dem Einsturz. Die verfallenen Häuser stammen zum Teil aus den 50iger Jahren. Damals haben viele Familien den Ort nach dem Erdbeben verlassen.

Die Burg Assos wurde 1585 als Zufluchtsort für die Einwohner des Ortes errichtet und wurde später Verwaltungssitz verschiedener Regierungen, denen Assos unterstand. Sie ist noch gut erhalten.

Unsere Nachbarn einige Meter weiter...very british, wie man sieht.
11. Tag (Dienstag): Insel Kefallonia, Fiskardo

Fiskardo ist der letzte Ort unserer Fahrt rund um Kefallonia. Offensichtlich will jede Crew einmal im Leben Fiskardo sehen, denn es ist dort immer voll und mehr als lebhaft. Der Ort ist in der ersten Reihe mit Restaurants, Cafès, Tavernas und Shops gepflastert. Jeder Zentimeter Platz ist ausgenutzt, teilweise sitzt man beim Essen gefährlich nahe an der Wasserkante. Doch die Stimmung ist immer heiter und fröhlich. Fiskardo ist aber auch ein Ort mit wunderschönen Hausfassaden, die zum Teil knallbunt gestrichen und sehr liebevoll dekoriert sind. Diese bunte Häuserfront sieht nicht nur abends toll aus sondern ist auch im Morgenlicht einfach der Hammer!
12. Tag (Mittwoch) : Preveza/Festland

Dies wird einer der längsten Schläge der Tour, von Kefallonia nach Preveza. Je nach Wetterlage werden wir an der Westseite von Lefkas vorbei segeln oder wieder die Route des Hinwegs durch den Kanal zurück fahren. Wenn Wind und Wetter einen langen Schlag nicht möglich machen sollten, muss die Tourplanung an dieser Stelle vor Ort eventuell geändert werden.

In Preveza werden wir uns einen Liegeplatz am Stadtkai suchen, an dem meist Schiffe aus allen möglichen Ländern der Erde liegen. Preveza ist Universitätsstadt, deshalb sind viele junge Menschen hier. Entsprechend findet man in der Innenstadt mit Fußgängerzone auch viele Modegeschäfte und Boutiquen, in denen sich das Stöbern manchmal lohnt. In Preveza kann man aber auch den Lebensmittelvorrat wieder aufstocken, es gibt hier große Supermärkte.

Eine der Karibikbuchten von Antipaxos, sie zählen zu schönsten Buchten des Ionischen Meeres.
13. Tag (Donnerstag) : Blaue Grotten von Paxos/Gaios

Wir legen in Preveza ab und fahren zur Insel Paxos. Je nachdem, wie wir in der Zeit liegen, können wir einen Badestopp auf Antipaxos einlegen. Die Bucht wird auch "Karibikbucht" genannt, weil Licht, Strand, Wasserfarbe und -temperatur locker mit der Karibik mithalten können. Am Abend werden wir auf jeden Fall versuchen, einen Platz im Hafen von Gaios direkt an der Piazza zu ergattern. Gaios ist ein turbulenter Touristenort, in dem sich Menschen aller Nationen und jeden Temperamentes treffen. Ganz klar: hier müssen wir bummeln und essen gehen! Es gibt außerdem reichlich Einkaufsmöglichkeiten, auch was Speziaitäten angeht. Hier gibt es z.B. das kostbare Olivenöl der Insel, das sogar die Kaufhauskette "Harrods" in England von hier bezieht. Die Nacht wird vermutlich kurz und laut, aber es lohnt sich...
(Ein Tipp: Wer dem Trubel am Abend lieber eine Absage erteilt, sollte sich einen Roller mieten und zur passenden Zeit zur "Sunset Taverna" fahren. Sonnenuntergang mit griechischer Küche, unschlagbar...)
"Grotten-Schnorcheln"
Der Ort Gaios auf der Insel Paxos.
14. Tag (Freitag): Rückfahrt nach Korfu zur Marina Gouvia
Heute müssen wir früh raus, denn heute Abend wollen wir wieder in der Marina Gouvia auf Korfu sein. Ein Badestopp auf dem Weg zur Marina ist ja vielleicht auch noch drin...es sollten auch heute Abend alle Taschen schon gepackt sein, da die "Blue Lagoon" spätestens um 10 Uhr am Samstagmorgen geräumt sein muss. Ein Abschieds- Drink oder -Essen in einem der Restaurants nahe der Marina bildet dann den Abschluss des Törns. -Ich hoffe er hat allen gefallen und bleibt noch recht lange in Erinnerung!

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Skipper Andreas

Ich würde mich freuen, wenn Sie nach dem Törn sagen:

"Das war einer der besten Urlaube, den wir je hatten..."

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